Schön und gesund

Wer heutzutage regelmäßig ins Fitnessstudio geht oder ein gesundes Mittagessen bestellt, dem wird im Netz in einigen Kommentaren vorgeworfen, nur dem gesellschaftlichen Zwang der äußeren Perfektion nachzugeben, sich gesellschaftlichen Idealen anzupassen, die in der Werbung verkauft werden und nicht mehr zu sich und seinem natürlichen Körper zu stehen. Wer Gewichte stemmt, sei dem „Fitnesswahn“ verfallen und wer einen Salat isst, um nicht zuzunehmen, habe bestimmt eine Essstörung. Deswegen sei man ein schlechtes Vorbild für junge Frauen und demnach dürfe man auch unter seinen Instagram Post nicht #bodypositive taggen.  Die ursprüngliche Idee der Bodypositive Bewegung war jedoch mal, dass man sich selbst und seinen Körper lieben und sich wohlfühlen soll und jeder Körper schön sein kann. Heutzutage benutzen leider viele Menschen im Internet diesen Trend als Ausrede für ihr Übergewicht oder dafür, ungesund zu essen und keinen Sport zu treiben. Ich finde es sehr schade, dass Fitness und Gesundheit dadurch grundsätzlich einen negativen Beigeschmack bekommen, obwohl es dem menschlichen Körper und Geist gut tut, sich zu bewegen, es die Vitalfunktionen verbessert und die Lebenserwartung erhöht.

Dass auf großen Plakaten perfekt retuschierte Körper ganz ohne Cellulite oder Bauchfalten abgebildet werden, führt leider dazu, dass viele junge, aber auch erwachsene Frauen sich selbst nicht schön finden, obwohl Selbstliebe ganz wichtig ist und sich jeder selbstzufrieden mit dem Gedanken „Ich bin gut“ im Spiegel betrachten können sollte.
Um auf den Irrsinn des „perfekten Modekörpers“ aufmerksam zu machen, nutzen heutzutage viele Menschen Instagram und Facebook und erreichen damit zum Glück auch viele Selbstzweifler.
Leider sind unter diesen Menschen auch einige, die Übergewicht als die bessere Alternative bewerben und täglich Fotos von Fast Food online stellen.
Sowohl starkes Untergewicht als auch Übergewicht in Kombination mit zu viel oder zu wenig Bewegung können gesundheitsgefährdend sein und weder das Eine, noch das Andere sollte als das einzig wahre Schönheitsideal angepriesen werden.

Es tut dem Körper nicht gut, zwanghaft zu wenig zu essen und es tut ihm auch nicht gut, unkontrolliert viel in sich reinzustopfen. Wir werden unser gesamtes Leben in unserem Körper verbringen und sollten uns informieren und darauf hören, was ihm gut tut und was nicht.
Genug Bewegung bedeutet nicht, dass man sich jeden Tag ins Fitnessstudio schleppen muss: Man kann so viele Bewegungen in den Alltag integrieren, zum Beispiel bei gutem Wetter Fahrrad fahren oder spazieren gehen, Treppen statt den Aufzug nehmen, zu Fuß gehen anstatt eine Station Bus zu fahren. Gesundheit bedeutet für mich nicht, dass man in eine bestimmte Kleidergröße passt, sondern der Körper sich ausreichend bewegt und viele gesunde Lebensmittel zu sich nimmt.
Es gibt Menschen, die viel Unter- oder Übergewicht haben und sich dabei in ihrem Körper wohlfühlen und es ist auch jedem selbst überlassen, solange sie sich drüber im Klaren sind, dass das für den Körper ungesund sein kann.
Es ist wirklich ein tolles Gefühl, wenn man weiß, dass der Körper, den man im Spiegel sieht, gesund und fit ist. Ein solcher Körper kann je nach Veranlagung und Körperbau die unterschiedlichsten Kleidergrößen passen.

Neulich habe ich gelesen:
„Ich mache Sport, weil ich meinen Körper liebe, nicht, weil ich ihn hasse.“
Und genau so ist es: Ich liebe meinen Körper nicht wegen der Kleidergröße, die ich trage, sondern weil ich weiß, dass ich ihn gut behandle und er gesund ist.

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